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Neukirchener Kalender

Sonntag, 16. Dezember 2018

Siehe, des HERRN Auge sieht auf alle, die ihn fürchten, dass er ihre Seele errette vom Tode. (Psalm 33,18f)

In einer Zeit, in der viele Menschen jammern und klagen, lädt dieser Psalm zum Loben ein. Wir werden aufgefordert, Gott zu loben - weil er zuverlässig ist, weil er ein großartiger Schöpfer ist, weil er sein Volk leitet, weil er sich um seine Leute sorgt. Aber es gibt noch mehr, für das wir Gott danken können: Der Beter lobt Gott für sein schützendes Eingreifen, mit dem er ihn bewahrt hat. Und auch dass das Auge Gottes auf die schaut, die ihn fürchten, ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern zum Danken. In einem anderen Psalm heißt es: "Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war" (Psalm 139,16). Die Augen Gottes sind nicht die stechenden Augen eines Rächers, sondern die suchenden Augen eines liebevollen Vaters, der sein Kind an die Hand nehmen und begleiten will. Gott übersieht seine Leute nicht. Wer sich auf ihn verlässt, im Großen und im Kleinen, der erlebt, dass Gott treu ist und seine Leute nicht im Stich lässt. (K-S)

Gott sorgt für uns

Am 6. November 1627 umzingelte die französische Armee die Stadt La Rochelle. Fast 30 Jahre lang hatten die Hugenotten, die französischen Protestanten, dort gelebt. Jetzt hatte Kardinal Richelieu eine vollständige Blockade der Stadt verfügt. Bald gab es in der Stadt kaum noch Vorräte. Madame Prosni, eine Witwe, gab von allem, was sie besaß, den Hungernden ab. Ihre Schwägerin machte ihr Vorwürfe, aber Prosni sagte: "Gott sorgt für uns" und zitierte Psalm 33. Bald hatte die Frau nichts mehr zu essen. Ihre Schwägerin half ihr nicht. Als sie eines Tages heimkam, tanzten ihre Kinder vor Freude im Haus herum: Ein Fremder hatte einen Sack Weizen abgegeben. Das war genug, um die Familie zu ernähren, bis die Belagerung im folgenden Juni abgebrochen wurde. Nicht immer hilft Gott seinen Leuten so konkret, aber er hat versprochen, uns mit dem zu versorgen, was wir wirklich brauchen. Darauf können wir uns verlassen!

Tipp:

RUDOLF EWALD STIER (17.3.1800 - 16.12.1862):
Er war evangelischer Theologe und Liederdichter. In seiner Jugend Anhänger Ludwig Jahns und der Romantiker, wurde er von August Tholuck für ein biblisches Christentum gewonnen. Stier kämpfte als Lehrer, Gemeindepfarrer und Superintendent gegen Rationalismus und Dogmatismus. Auch an der Gesangbucherneuerung im 19. Jh. beteiligte er sich. Von ihm stammt das Epiphaniaslied "Licht, das in die Welt gekommen". Er starb heute vor 156 Jahren.

Bibellese:

Lied:

Lobe den Herren
[EG 316 GL 240 ErG 242]



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