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Neukirchener Kalender

Sonntag, 21. Oktober 2018

Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir! (Psalm 38,22)

Der Beter des Psalms weiß, dass Gott Grund genug hätte, sich von ihm abzuwenden. Das haben schon seine Freunde getan (V. 12). Er ist schutzlos seinen Feinden ausgeliefert. Er spricht das offen vor Gott aus und bittet ihn, er möge ihn nicht verlassen. So ehrlich mit Gott zu reden, erfordert Vertrauen. Und weil er Gott vertraut, ruft er: "Ich harre, Herr, auf dich; du, Herr, mein Gott, wirst antworten" (V. 16). Auf der einen Seite steht Vertrauen, auf der anderen Seite die Bitte: "Verlass mich nicht!" Wer kennt das nicht aus seinem Glaubensleben: Da sind die Verheißungen Gottes auf der einen Seite, die unser Vertrauen wecken, und die Probleme und das eigene Versagen stehen auf der anderen Seite. In dieser Spannung entdecken wir, wie wichtig Gott für uns ist. Erst wenn Gott wieder im Mittelpunkt steht, finden wir die Kraft, uns den Problemen zu stellen und voll Hoffnung weiterzuleben. Solange Gott bei uns bleibt, wird alles wieder gut werden. Doch dass er bleibt, das steht fest. (W-M)

Gott ist da, ganz nah

Auf einer Konferenz hörte ich den Lebensbericht einer jungen Iranerin, die für einige Zeit wegen ihres Glaubens ins Gefängnis kam. Als sie dann allein war in ihrer Zelle, die Tag und Nacht hell erleuchtet war, spürte sie die Gegenwart Gottes wie nie zuvor. Die Isolation von anderen Menschen war belastend. Doch die Gegenwart Gottes in ihrer Zelle ließ sie immer wieder ruhig werden. Gott nutzte diese ungerechte Haft, um sie enger an sich zu binden.

Als sie schließlich entlassen wurde, hatte sich ihr Vertrauen zu Gott noch mehr vertieft. Gott war bei ihr geblieben. Sie war nie allein. Und mit dieser Erfahrung beschenkte sie uns Zuhörer und machte Mut: "Wenn ihr um Jesu willen leiden müsst, wird er bei euch sein. Habt keine Angst!" Das waren keine leeren Worte, das war erlebte Wahrheit.

Tipp:

ELIAS SCHRENK (19.9.1831 - 21.10.1913):
Zuerst war er Missionar in Westafrika. In Deutschland begann er 1886 zu evangelisieren. Seine biblisch nüchterne Verkündigung erreichte Christen ebenso wie Kirchenfremde. Sein Briefwechsel und viele Schriften vertieften die Arbeit. "Sein Wort", schreibt Jakob Vetter, "traf wie ein Hammer auf das Innerste der Herzen." Der Gemeinschaftsbewegung hat er bei entscheidenden Besprechungen im Gnadauer Vorstand wichtige Dienste erwiesen.

Bibellese:

Lied:

Ist Gott für mich, so trete
[EG 351 GL 359 ErG 656]



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